Maggisucht
Ich liebe diesen Absatz:
“Da war ich schon vor dem Discounter angekommen, stieg von meinem Fahrrad ab, das einfach umfiel, und stürzte hinein. Das Regal mit den Maggiflaschen hätte ich wohl blind gefunden. Da standen sie auch schon, säuberlich aufgereiht, so viel Maggi, so viel herrliches Maggi! Ich griff gleich nach einer der normalen Flaschen, dann fiel mein Blick auf so eine große, die man zum Nachfüllen der kleinen Flaschen verwendet, und meine Hand schloss sich um ihren schlanken braunen Hals. Wie von Sinnen riss ich den Deckel ab. Zum Vorschein kam eine Art gelber Einfüllstutzen, der für die Umfüllaktionen verwendet wird. Unter Flüchen kriegte ich auch den ab, und setzte die sicher einen Kilo schwere Flasche an meinen Mund an.
Der erste, tiefe Zug schmeckte wie die Erfüllung, wie das Paradies, es war überaus salzig und grausig würzig, aber das hatte ich gebraucht, oh ja, mehr davon! Der zweite Zug ging dann schon etwas schwerer herunter, und beim dritten, tieeefen Zug meldete sich mein Magen und machte einen krampfigen Sprung nach oben. In meinen Ohren pfiff es, da kam auch schon der nächste Krampf.”
